Acryl auf Leinwand 50 x 65
Der alte Hafen (2022) von il Pazzo
Online seit 18.04.2024
Wertangabe: 1.350,00 €

#Malerei #Expressionismus #Impressionismus #Surrealismus #Fantasie














Der Kunststil des Werkes ist einer zeitgenössischen, poetisch-symbolischen  zuzuordnen, die Elemente aus Impressionismus, maritime Industriearchitektur und naiver Symbolik verbindet.


Stilistische Merkmale:





  • Industriell-maritimer Bildraum
    Der alte Hafen mit seinen massiven Stahlkonstruktionen, technischen Relikten und der weiten, offenen Fläche bildet eine dominante Kulisse. Das im Hintergrund liegende alte Schiff fungiert als historisches und symbolisches Element – als Zeugnis vergangener Arbeit, Bewegung und Zeit.




  • Poetischer Realismus mit symbolischer Aufladung
    Obwohl der Ort klar erkennbar ist, wird er nicht dokumentarisch dargestellt. Durch die weiche Auflösung der Formen, die schwebenden Elemente und die entrückte Lichtstimmung verwandelt sich der Hafen in einen inneren, emotionalen Raum.




  • Atmosphärisch-expressive Malweise
    Der vielschichtige Farbauftrag, lasierende Übergänge und sichtbare Pinselspuren erzeugen eine raue, zugleich fragile Oberfläche – passend zur Thematik von Verfall, Erinnerung und Vergänglichkeit.




  • Naiv-symbolische Figurenauffassung:
    Die Figuren sind vereinfacht dargestellt, fast kindlich oder puppenhaft. Das ist kein technischer Mangel, sondern eine bewusste stilistische Entscheidung, um Emotion und Symbolik zu betonen.




  • Zeitlichkeit und Erinnerung
    Das alte Schiff im Hintergrund verstärkt die Lesart des Bildes als Ort des Übergangs: ein Hafen, der nicht mehr belebt ist, sondern als Erinnerungslandschaft fungiert.




Zusammenfassung:
Das Werk verbindet maritime Industriearchitektur mit poetischer Symbolik und einer expressiv-atmosphärischen Malweise. Der alte Hafen wird nicht als funktionaler Ort gezeigt, sondern als Zeit- und Erinnerungsraum, in dem Geschichte, Stillstand und menschliche Präsenz in ein vieldeutiges Gleichgewicht treten.


Es geht weniger um Realität als um Stimmung, Erinnerung und Interpretation – fast wie eine gemalte Kurzgeschichte.
















Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert