Der Kunststil dieses Bildes ist eine poetisch-erzählerische, zeitgenössische Malerei, die Elemente aus Impressionismus, magischem Realismus und naiver Symbolik verbindet.
Stilistische Merkmale:
Theater als symbolischer Handlungsraum
Das alte, verlassene Theater bildet die Bühne der Szene. Vorhänge, Lichtöffnung und Bühnenraum verweisen klar auf den Ort der Aufführung – jedoch nicht als funktionales Theater, sondern als Erinnerungs- und Traumraum.
Narrative Inszenierung der Figuren
Das kleine Mädchen tanzt, während der bester Freund am Klavier spielt. Diese bewusste Rollenverteilung verleiht dem Bild eine märchenhafte, fast absurde Logik und erzeugt eine stille, poetische Dramaturgie – wie ein Fragment einer vergessenen Aufführung.
Dramatische Lichtregie
Das von oben einfallende Licht wirkt wie ein Scheinwerfer und fokussiert die Aufführung. Licht übernimmt die Rolle eines stillen Regisseurs und verleiht der Szene etwas Sakrales.
Expressive, offene Malweise
Sichtbare Pinselspuren, lasierende Farbflächen und strukturierte Oberflächen erzeugen Tiefe und Bewegung. Die Malerei bleibt lebendig und bewusst unperfekt.
Thema von Erinnerung und Fantasie
Tanz und Musik erscheinen wie letzte Spuren von Leben in einem verlassenen Raum – als Sinnbilder für die fortbestehende Kraft von Kunst, Spiel und Imagination.
Zusammenfassung:
Das Werk inszeniert ein poetisches Theaterstück ohne Publikum, in dem Tanz und Musik von kindlich-symbolischen Figuren getragen werden. Durch magisch-realistische Verfremdung, expressive Malweise und eine starke Bühnenästhetik entsteht eine zeitlose Bildwelt zwischen Erinnerung, Spiel und innerer Freiheit.
